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GONZE & SCHÜTTLER - DIE BERATER AG
WIRTSCHAFTSBERATUNG   STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
FRANKFURT - LEIPZIG - DÖBELN - NIDDERAU

Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Tipps und Infos - Eltern und Kinder

Grundsätzliches zum Elterngeld

Eltern können zwischen dem Basiselterngeld (alleinige Regelung bis 30.06.2015) und dem Elterngeld Plus (Regelung ab 01.07.2015) wählen oder diese miteinander kombinieren.

Elterngeld Plus:

Vom Elterngeld Plus profitieren vor allem Eltern, die während ihres Elterngeldbezuges in Teilzeitarbeit arbeiten möchten.

Eltern können sich entscheiden, ob sie einen Bezugsmonat Basiselterngeld in zwei Monate Elterngeld Plus umwandeln möchten. Aus maximal 14 Bezugsmonaten Basiselterngeld können maximal 28 Bezugsmonate Elterngeld Plus werden.

Im Rahmen des Elterngeld Plus gibt es vier Partnerschaftsbonusmonate. Voraussetzung ist, dass die Eltern gleichzeitig in vier aufeinander folgenden Lebensmonaten des Kindes im Umfang von 25 – 30 Wochenstunden teilerwerbstätig sind. Durch die vier Partnerschaftsbonusmonate kommen beide Elternteile zusammen auf maximal 36 Monatsbeträge Elterngeld Plus.

Basiselterngeld:

Eltern können für die ersten 14 Monate nach der Geburt Elterngeld beantragen, soweit sie zugunsten der Kinderbetreuung ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen oder auf maximal 30 Stunden wöchentlich reduzieren.


Elterngeld können bisher erwerbstätige Arbeitnehmer, Beamte und Selbständige sowie bisher erwerbslose Elternteile, Studenten und Auszubildende beziehen.

Elterngeld wird für die Dauer von zwölf Monaten gezahlt. Der Zeitraum kann um zwei Monate verlängert werden, wenn sich auch der andere Elternteil eine berufliche Auszeit für die Betreuung des Kindes nimmt, die sogenannten „Partnermonate“. Diese muss mindestens zwei Monate betragen.

Berufstätige Alleinerziehende erhalten das Elterngeld für die Dauer von 14 Monaten.

Höhe des Elterngeldes (§ 2 BEEG):
Das Elterngeld beträgt 67 % des in den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes erzielten durchschnittlichen Nettoeinkommens aus Erwerbstätigkeit, maximal 1.800€.

Der Geburtsmonat wird bei der Berechnung nicht mit einbezogen.

Bonus für Geringverdiener bis zu 100%:
Der Prozentsatz von 67% erhöht sich um 0,1% für je 2€ um die das maßgebliche Einkommen den Betrag von 1000€ unterschreitet bis auf maximal 100%.

Abschlag auf bis zu 65% für Höherverdiener:
Der Prozentsatz von 67% erniedrigt sich um 0,1% je 2€, um die das maßgebliche Einkommen den Betrag von 1.200€ übersteigt auf bis zu 65%.

Mindestelterngeld (§ 2 Abs. 4 BEEG)
Das Mindestelterngeld beträgt 300€ auch wenn vor der Geburt keine Erwerbstätigkeit vorlag. Bei Mehrlingsgeburten erhöht sich dieser Betrag je Kind um jeweils 300€.

Progressionsvorbehalt (§ 32b Abs. 1 Nr. 1j EStG)
Das Eltergeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt (§32b EStG). Dies führt zu einer höheren Versteuerung der übrigen steuerpflichtigen Einkünften, beispielsweise aus dem Arbeitslohn des Ehemannes. Per Saldo führt dies dann zu einer geringeren Steuererstattung oder u.U. zu einer Steuernachzahlung im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung (Pflichtveranlagung).

Änderungen ab 1. 1.2013
Die Regelungen zum Elterngeld wurden mit Wirkung ab 1. 1.2013 modifiziert. Diese gelten für alle Geburten nach dem 31.12.2012. Im Einzelfall können die Neuregelungen für die Betroffenen Nachteile mit sich bringen. Für die Berechnung des Elterngeldes zählen nicht mehr die konkreten Abzüge der Sozialversicherungsbeiträge, sondern es werden pauschal 21% vom Bruttogehalt abgezogen. Auch bei Nettogehalt und der Steuerklassenwahl gilt es Wichtiges zu beachten. Bezugsgröße ist der Lohnsteuerabzug der sich nach Anwendung der Steuerklasse ergibt, die in den letzten zwölf Monaten vor der Geburt überwiegend gewählt wurde.  Tipp: Frühzeitig die Steuerklasse wechseln soweit sich dies lohnt!

Elterngeldgesetz (Link Gesetze im Internet)

Link zur Broschüre "Elterngeld" des Bundesfamilienministeriums

 

Dieter P. Gonze, Stb. - Juli 2018

 

 

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Aktualisiert (21. August 2018)

 

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