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WIRTSCHAFTSBERATUNG   STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
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Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Tipps und Infos - Unternehmer

Beruflich / Betrieblich veranlasste Reisekosten 

1.      Allgemeines (vergl. LStR 37 – 40a)

Kosten einer beruflich oder betrieblich veranlassten Geschäftsreise sind als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich abzugsfähig. Als Reiseaufwendungen kommen üblicherweise in Frage: 

  • Kosten der An- und Abreise mit dem Pkw, Taxi, Bahn, Flugzeug etc.
    Bei Fahrtkosten mit Privatfahrzeugen kann die Kilometerpauschale je gefahrenen Kilometer geltend gemacht werden: Pkw = 0,30 €, Motorrad/Motorroller = 0,20 €, Moped/Mofa = 0,20 € und Fahrrad = 0,00 €. 
  • Übernachtungsaufwendungen im Inland und Ausland gem. Belegnachweis (Hotelrechnung etc.)
  • Verpflegungsmehraufwendungen gem. den steuerlich zulässigen Verpflegungspauschalen:
    Bei Inlandsreisen und einer Abwesenheit von der Wohnung von:
    mind. 8 Stunden (eintägig) = 12 € je Tag;
    24 Stunden (mehrtägig) = 24 € je Tag; An- und Abreisetag (auch bei weniger als 8 Std. Abwesenheit) = 12 €

    Für Auslandsreisen gelten länderspezifische Pauschbeträge gem. LStR 39 Abs. 3 
  • Trinkgelder
  • Kosten eine Reisegepäckversicherung, der Gepäckaufbewahrung etc.
  • Sonstige Reisekosten wie Parkgebühren, Telefonkosten etc.
  •  

Hinweis:

Um den Vorsteuerabzug der Reisekosten für den Unternehmer / Betrieb zu sichern, der die Reisekosten letztlich tragen soll, müssen die Hotelrechnungen etc. auf diesen Unternehmer ausgestellt werden. Dies auch wenn die Ausgaben vorher vom Reisenden vorgelegt werden.

 

2.      Reisekosten für eine aufwendige Dienstreise

Aufwendungen für eine privat veranlasste Reise können nicht als Werbungskosten oder Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Dies galt bisher auch, wenn im Rahmen dieser Reise teilweise dienstliche Aufgaben mit erledigt wurden. Aufwendungen für eine reine Dienstreise sind dementgegen steuerlich abzugsfähig. Die Beweislast, dass es sich um eine Dienstreise handelt trägt der Steuerpflichtige. Aus den Erfahrungen vergangener Betriebsprüfungen können wir feststellen, dass die Reisekosten von den Prüfern regelmäßig sorgfältig und kritisch überprüft werden. 

Folgende Aufzeichnungen sind deshalb bei aufwendigen Dienstreisen, insbesondere an touristische Reiseziele empfehlenswert um einen prüfungssicheren Steuerabzug zu gewährleisten: 

1.   Genauer Zeitplan mit Kurzbeschreibung des Reiseablaufes

Aus einem engen Zeitplan lässt sich leicht erkennen, ob der Reisende noch ausreichend Freiräume für touristische / private Ziele und Termine hatte. Ein enger mit Geschäftsterminen gefüllter Zeitplan spricht eindeutig für eine Geschäftsreise.

2.   Belegmäßiger Nachweis aller Reiseaufwendungen

3.   Belege wie Einladungsschreiben und sonstige Korrespondenz

zum Nachweis der geschäftlichen Veranlassung. 

Bei einer Dienstreise die teilweise privat und teilweise geschäftlich veranlasst ist, können die Kosten aufgeteilt werden. Aus Vereinfachungsgründen gilt Folgendes:

  • beruflicher Anteil der Reise < 10 %: Reisekosten insgesamt nicht absetzbar
  • privater Anteil der reise < 10 %: Reisekosten in voller Höhe absetzbar
  • beruflicher und privater Anteil der reise jeweils > 10 %: Reisekosten anteilig absetzbar (durch direkte, zeitanteilige oder andere Zuordnung der kosten)

Stand: April 2018 

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Aktualisiert (21. August 2018)

 

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