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Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Tipps und Infos - Unternehmer

Sachentnahmen-Pauschbeträge

Unternehmer, die ein Unternehmen mit einem Produktangebot zum täglichen Lebensbedarf betreiben, müssen exakte Aufzeichnungen zu den Entnahmen für den Eigenverbrauch führen. In der Praxis funktioniert dies in den seltensten Fällen korrekt und plausibel. Aus diesem Grund hat die Finanzverwaltung hierfür Pauschbeträge festgelegt, die für jede Person des Haushalts des Unternehmers anzusetzen sind, soweit keine anderen Aufzeichnungen geführt werden.

Die Pauschbeträge beruhen auf Erfahrungswerten der Finanzverwaltung und bieten die Möglichkeit, die Entnahmen des Unternehmers monatlich pauschal – ohne besondere Aufzeichnungen – zu verbuchen. Diese Regelung dient der Vereinfachung und lässt keine Zu- und Abschläge aus in­dividuellen persönlichen Umständen wie Essgewohnheiten, Urlaubs- und Krankheitszeiten etc. zu.

Die pauschalen Werte berücksichtigen im jeweiligen Gewerbezweig das allgemein übliche Warensortiment. Bei Mischbetrieben werden die jeweils höheren Pauschbeträge angesetzt. Die Pauschbeträge stellen Jahreswerte für eine erwachsene Person dar. Für Kinder erfolgt ein Wertansatz erst ab dem zweiten Geburtstag (Vollendung des zweiten Lebensjahres) i.H.v. 50 % der Pauschbeträge. Ab dem zwölften Geburtstag (Vollendung des zwölften Lebensjahres) erfolgt die volle Berechnung der Pauschbeträge.

Der Verbrauch von Tabakwaren ist in den Pauschbeträgen nicht berücksichtigt. Hier sind die Pauschbeträge durch individuelle Schätzungen (Anzahl Raucher/Bedarf) zu erhöhen.

Durch die Einführung des Corona-Steuerhilfegesetzes vom 19.06.2020 wurde eine Regelung eingeführt, nach der für die nach dem 30.06.2020 und vor dem 01.07.2021 erbrachten Restaurant- und Verpflegungsleistungen mit Ausnahme der Abgabe von Getränken der ermäßigte Steuersatz der Umsatzsteuer anzuwenden ist.

Tabelle für Sachentnahmen (ohne Umsatzsteuer)

1. Januar bis 30. Juni 2020

Gewerbezweig

Monat

Jahr

(7 % USt)

(19 % USt)

Bäckerei

135 €

812 €

609 €

203 €

Fleischerei/Metzgerei

146 €

877 €

445 €

432 €

Gastwirtschaften/Restaurants

       

–          mit Abgabe von kalten
Speisen

184 €

1.106 €

563 €

543 €

–          mit Abgabe von kalten und warmen Speisen

305 €

1.728 €

844 €

884 €

Getränkeeinzelhandel

34 €

203 €

52 €

151 €

Café und Konditorei

152 €

910 €

589 €

321 €

Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier

56 €

334 €

295 €

39 €

Nahrungs- und Genussmittel

152 €

910 €

570 €

340 €

Obst, Gemüse, Südfrüchte,
Kartoffeln

43 €

255 €

137 €

118 €

1. Juli bis 31. Dezember 2020

Gewerbezweig

Monat

Jahr

(5 % USt)

(16 % USt)

Bäckerei

133 €

799 €

648 €

151 €

Fleischerei/Metzgerei

145 €

871 €

622 €

249 €

Gastwirtschaften/Restaurants

       

mit Abgabe von kalten
Speisen

180 €

1.081 €

714 €

367 €

mit Abgabe von kalten und warmen Speisen

275 €

1.650 €

1.218 €

432 €

Getränkeeinzelhandel

34 €

203 €

52 €

151 €

Café und Konditorei

147 €

884 €

622 €

262 €

Milcherzeugnisse, Fettwaren und Eier

56 €

334 €

295 €

39 €

Nahrungs- und Genussmittel

151€

903 €

602 €

301 €

Obst, Gemüse, Südfrüchte,
Kartoffeln

43 €

255 €

137 €

118 €

 

Stand: 10.09.2020

Aktualisiert (14. September 2020)

 

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