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Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Tipps und Infos - Unternehmer

Verlängerung der CORONA Überbrückungshilfen bis 30. Juni 2021 und Neustarthilfe

Neben der November- und Dezemberhilfe ist die Überbrückungshilfe für viele Unternehmen ein wichtiger Baustein zur Bewältigung der Krise geworden. Diese wurde am 11.02.2021 gestartet und kann nun beantragt werden. Sie soll Unternehmen, Soloselbstständige sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung besonders stark betroffen sind, nun besser unterstützen. Es handelt sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen.

Der Zugang zu den Überbrückungshilfen ist für die Monate November bzw. Dezember 2020 auch für Unternehmen möglich, die im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent erlitten haben und keinen Zugang zur November- und/oder Dezemberhilfe hatten. Es bleibt aber bei der Zugangsschwelle von einem 30 % -igen Umsatzrückgang im Vergleich zum entsprechenden Referenzmonat des Jahres 2019. Der Förderhöchstbetrag wurde pro Monat von bisher 50.000 EUR auf 1.500.000 EUR erhöht. Nunmehr sind alle Unternehmen bis maximal 500 Mio. EUR Jahresumsatz in Deutschland antragsberechtigt. Die konkrete Höhe der Zuschüsse orientiert sich wie auch bislang am Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum entsprechenden Monat des Jahres 2019 und ist gestaffelt.

Der Katalog erstattungsfähiger Kosten wird erweitert um bauliche Modernisierungs-, Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen für Hygienemaßnahmen bis zu 20.000 Euro. Damit wird Unternehmen geholfen, um die Hygieneanforderungen zu erfüllen. Außerdem sind Marketing- und Werbekosten maximal in Höhe der entsprechenden Ausgaben im Jahre 2019 förderfähig.

Nun werden auch Abschreibungen von Wirtschaftsgütern bis zu 50 Prozent als förderfähige Kosten anerkannt. Es kann z.B. ein Jahrmarktveranstalter, der ein Kinderkarussell gekauft hat, die Hälfte der monatlichen Abschreibung als Kosten in Ansatz bringen. Die Erstattung der Abschreibungen von 100 % von verderblichen Saisonwaren soll auch möglich sein. Die branchenspezifische Fixkostenregelung für die Reisebranche wird erweitert. Das Ausbleiben oder die Rückzahlung von Provisionen/Margen von Reiseagenturen und von Reiseveranstaltern wegen Corona-bedingter Stornierungen und Absagen bleiben förderfähig. Die vorherige Begrenzung auf Pauschalreisen wird aufgehoben. Auch Buchungen zwischen dem ersten und zweiten Lock-Down können berücksichtigt werden. Außerdem sind für die Reisewirtschaft zusätzlich zu der Förderung von Provisionen oder Margen im ersten Halbjahr 2021 auch externe sowie durch eine erhöhte Personalkostenpauschale abgebildete interne Ausfallkosten für den Zeitraum März bis Dezember 2020 förderfähig.

Die Unternehmen der Veranstaltungs- und Kulturbranche können für den Zeitraum März bis Dezember 2020 interne und externe Ausfallkosten geltend machen. Mit einem geplanten Sonderfonds für die Kulturbranche sollen unter anderem Bonuszahlungen für Kulturveranstaltungen ermöglicht und das Risiko von Veranstaltungsplanungen in der unsicheren Zeit der Pandemie abgefedert werden.

Die Hilfe soll in Abschlagszahlungen ab 15. Februar 2021 ähnlich wie bei der November- und Dezemberhilfe erfolgen.

Zur Überbrückungshilfe III gehört auch eine sogenannte "Neustarthilfe für Soloselbständige". Damit soll der besonderen Situation von Soloselbständigen, insbesondere Künstlerinnen und Künstlern und Kulturschaffenden Rechnung getragen werden. Für diese Gruppe soll künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum (Jahr 2019) gezahlt werden. Betroffene, die ihre selbständige Tätigkeit nach dem 01.10.2019 begonnen haben und daher keine Jahresumsätze für 2019 vorweisen können, können als Referenzmonatsumsatz entweder den durchschnittlichen Monatsumsatz der beiden Vorkrisenmonate Januar und Februar 2020 oder den durchschnittlichen Monatsumsatz des 3. Quartals 2020 (1.7. bis 30.9.2020) wählen. Die Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 7.500 € und deckt den Zeitraum bis Juni 2021 ab. Sie ist bei Umsatzausfällen von mehr als 60 % im ersten Halbjahr 2021 nicht zurückzuzahlen.

Stefan Lorenz, Dipl. Volkswirt, 11.02.2021

Aktualisiert (19. Februar 2021)

 

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