Startseite >> Neue Beiträge auf G&S

GONZE & SCHÜTTLER - DIE BERATER AG
WIRTSCHAFTSBERATUNG   STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT
LEIPZIG - DÖBELN - NIDDERAU

Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Tipps und Infos - Eltern und Kinder

Corona | Kinderbonus, Homeschooling und Homeoffice

Die CORONA Krise hat gerade die Eltern vor besondere Herausforderungen gestellt. Die Betreuung der Kinder im Homeschooling neben dem Homeoffice bringt viele Eltern an die Belastungsgrenzen. Zusätzlich entstehen den Eltern neue Kosten für EDV-Geräte wie Tablets oder Laptops, um an dem Homeschooling teilnehmen zu können oder im Homeoffice arbeiten zu können. Zur Abmilderung dieser Belastungen zahlt der Staat allen Eltern in diesen Tagen den Kinderbonus aus und gewährt weitere Entlastungen.

Bei dem Kinderbonus handelt es sich um eine Sonderzahlung zum Kindergeld. Der Bonus wird aber gesondert ausgezahlt. Er wird damit nicht auf Sozialleistungen oder auf einen Unterhaltsvorschuss angerechnet. Im Herbst 2020 wurde der Kinderbonus erstmalig ausgezahlt. Damals handelte es sich um eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 300 Euro, welche in zwei Raten gezahlt wurde. In diesem Jahr wird es nur eine einmalige Auszahlung im Mai in Höhe von 150 Euro geben. Der Bonus wird je Kind einmal jährlich gezahlt. Sofern bereits Kindergeld beantragt wurde und mindestens für einen Monat im Jahr 2021 ein Anspruch auf Kindergeld besteht, wurde der Kinderbonus automatisch im Mai 2021 von der Familienkasse ausgezahlt. Wenn aktuell noch kein Anspruch auf Kindergeld besteht oder das Kindergeld beantragt wurde, sich dies aber ggfs. zu einem späteren Zeitpunkt in diesem Jahr ändert, erfolgt die Auszahlung des Bonus zum späteren Zeitpunkt. Dabei ist zu beachten, dass das Kindergeld grds. nur noch 6 Monate rückwirkend ab dem Zeitpunkt des Antrags gezahlt wird.

In der Einkommensteuererklärung wird der Kinderbonus – wie auch das Kindergeld – im Rahmen einer sogenannten Günstigerprüfung mit dem steuerlichen Kinderfreibetrag verrechnet. Dabei wird geprüft, ob der Kinderfreibetrag oder einfach nur die Kindergeldauszahlung zusammen mit dem Kinderbonus steuerlich günstiger ist. Bei hohen Einkommen wird daher der Kinderbonus in der Regel verpuffen, da hier dann die Berücksichtigung des Kinderfreibetrags günstiger bleibt und zu einer insgesamt geringeren steuerlichen Belastung führt.
Bei getrenntlebenden Eltern wird der Kinderbonus grundsätzlich an den Elternteil ausgezahlt, der auch das Kindergeld erhält. Teilen die Eltern die anfallenden Kosten, kann der Bonus anteilig auf die Unterhaltskosten angerechnet werden, sodass beide Beteiligten davon profitieren. Wird kein Unterhalt geleistet, erhält der alleinerziehende Elternteil den Bonus in voller Höhe. Die besonderen Belastungen von Alleinerziehenden wird mit einem besonderen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende berücksichtigt. Dieser wurde im Laufe des letzten Jahres auf jährlich 4.008 Euro erhöht und soll auch so beibehalten werden.

Hinsichtlich des Homeoffice ist zu beachten, dass eine Homeoffice-Pauschale seit 2020 gewährt wird. In Folge der durch Corona ausgeweiteten Arbeit von zu Hause kann für jeden vollen Arbeitstag im Homeoffice ein pauschaler Betrag von 5 Euro, max. 600 Euro im Jahr, geltend gemacht werden. Das Vorliegen eines häuslichen Arbeitszimmers ist für die Berücksichtigung der Pauschale nicht erforderlich. Die Homeoffice-Pauschale wird auf den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 Euro angerechnet. Computer, Tablets, Laptops, Headsets und andere EDV Geräte oder Schreibtische und Stühle, welche für die Arbeit im Home erforderlich sind, stellen grundsätzlich Werbungskosten dar und können im Jahr der Anschaffung neuerdings grundsätzlich voll abgesetzt werden. Hier sollten alle angefallenen Kosten nochmals genau aufgestellt werden. Zu beachten ist: Wurden die Arbeitsmittel auch für den Fernunterricht genutzt, sind Sie ggfs. nur anteilig als Werbungkosten abzuziehen.

Stand: Mai 2021

Aktualisiert (19. Mai 2021)

 

oder durchsuchen Sie alternativ
auch unser
Steuerlexikon
...hier

Login