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Die nachfolgenden Links, Infos + Texte stellen keine Rechtsberatung dar. Bei Erstellung der Texte haben wir uns bemüht, eine auch für Nichtsteuerfachleute verständliche Ausdrucksweise zu wählen. Dies geht teilweise zu Lasten einer am Gesetzeswortlaut orientierten Präzision. Für die Inhalte kann trotz größtmöglicher Sorgfalt keinerlei Gewähr übernommen werden. Bitte sprechen Sie über Konkretes mit dem Berater Ihres Vertrauens oder gerne auch mit uns.

Steuerentlastungsgesetz 2022 und Frist Abgabe Steuererklärung 2021

Der Bundestag hat am 12.5.2022 das Steuerentlastungsgesetz 2022 in der vom Finanzausschuss geänderten Fassung beschlossen und am 20.05.2022 erfolgte die Zustimmung durch den Bundesrat.

Einmalig ab dem 01.09.2022 wird eine Energiepreispauschale in Höhe von 300 € einmalig an Steuerpflichtige gezahlt. Arbeitnehmer erhalten die Pauschale über den Arbeitslohn. Bei Einkünften aus Landwirtschaft, Gewerbebetrieb und freiberuflicher Tätigkeit gibt es die Pauschale über eine Kürzung der Einkommensteuer-Vorauszahlungen. Empfänger von Versorgungsbezügen (Beamtenpensionäre) sowie Rentner (falls keine Einkünfte aus Landwirtschaft, Gewerbebetrieb, freiberuflicher Tätigkeit oder als Arbeitnehmer vorliegen) erhalten die Pauschale nicht. Auch für Steuerpflichtige ohne Wohnsitz oder ständigen Aufenthalt in Deutschland gibt es ebenso keine Pauschale ebenso wie für beschränkt steuerpflichtige Grenzpendler. Bezieher von ausschließlich sonstigen Einkünften (zum Beispiel Abgeordnete) erhalten keine Pauschale. Die Energiepreispauschale ist steuerpflichtig, aber sozialabgabenfrei.

Zudem wurde zur Abfederung besonderer Härten für Familien aufgrund gestiegener Energiepreise eine Erhöhung des Kindergeldes um einen Einmalbetrag in Höhe von 100 € beschlossen. Der Bonus wird im Juli 2022 gezahlt und unabhängig von existenzsichernden Sozialleistungen gewährt. Damit wird sichergestellt, dass der Bonus bei Sozialleistungen, deren Zahlung von anderen Einkommen abhängig ist, nicht als Einkommen berücksichtigt wird, heißt es in der Begründung des Änderungsantrags.

Zudem wurde der Grundfreibetrag bei der Einkommensteuer von derzeit 9.984 € um 363 € auf 10.347 € angehoben. Die Änderung tritt rückwirkend zum 01.01.2022 in Kraft. Dadurch sollen alle Einkommensteuerpflichtigen entlastet werden, wobei die relative Entlastung für die Bezieher niedriger Einkommen höher ist.

Zudem wird eine für die Jahre 2024 bis 2026 festgelegte Erhöhung der Entfernungspauschale ab dem 21. Entfernungskilometer um drei Cent auf 0,38 € je vollen Entfernungskilometer vorgezogen und bereits auf die Jahre 2022 und 2023 ausgedehnt. Die damit verbundene Entlastung soll früher greifen.

Es wurde außerdem rückwirkend zum 01.01.2022 der Arbeitnehmerpauschbetrag für Werbungskosten erhöht. Dieser steigt von bisher 1.000 € (hier erfolgte die letzte Anpassung im Jahr 2011) jetzt auf 1.200 €.

Im diesen Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die allgemeine gesetzliche Abgabefrist der Steuererklärung 2021 für Steuerpflichtige, die sich nicht vom einen Steuerberater beraten lassen, am 31. Juli 2022 endet.

Autor: Dipl. Volkswirt Stefan Lorenz, Wirtschaftsprüfer.

 

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